Den Bereich der Förderung für Neubau und Wohneigentum gibt es historisch bereits seit 1949 – in den verschiedensten Formen. Den Grundstein für die heutige Förderlandschaft legte bis Mitte der 90-iger Jahre die Förderung über steuerliche Vorteile wie Abschreibungen, Befreiung von der Grunderwerbsteuer oder befristeten Schuldzinsenabzug, die stets an Einkommensgrenzen gekoppelt waren.
Mit der Einführung des Eigenheimzulagengesetzes 1996 änderte sich dieser Grundsatz erstmals: Die Eigenheimzulage war die erste einkommensunabhängige Förderung, wurde aber 2006 wieder abgeschafft. Seit 2008 bis zum Ende 2026 lässt sich u. a. über die Riester-Rente ein finanzieller Grundstock für den Eigenheimbau ansparen.
Förderung im Neubau heute: Die wichtigsten KfW-Programme im Überblick
Mit der Einführung der Energieeinsparverordnung (EnEV), später des Gebäudeenergiegesetzes (GEG), begann ein neuer Meilenstein in der Förderlandschaft: Ab 2001 kamen die ersten KfW-Programme für energieeffizientes und nachhaltiges Bauen hinzu. Zu Beginn wurden teilweise hohe Zuschüsse gezahlt, die jedoch die Anforderungen und damit verbundenen Mehrkosten nicht immer abfedern konnten.
Heute findet sich eine ganze Reihe von Förderprogrammen in einem zerklüfteten und schwer zu durchschauenden KfW-System:
- Programme 297, 298 – Klimafreundlicher Neubau – Wohngebäude einkommensabhängig und in drei Stufen mit interessanten Zinsen in den ersten 4 bis 10 Jahren
- Programm 300 – einkommensabhängig und gestaffelt nach der Anzahl der Kinder
- Programm 296 – Klimafreundlicher Neubau im Niedrigpreissegment – mit Abhängigkeiten von ausgewählten gebäudebezogenen Baukosten und der Mindestanzahl an Aufenthaltsräumen
Interessant dabei: Die Förderung für den Effizienzgebäude-Standard 55 wurde noch bis 31.12.2026 verlängert.
Für den Investorenbereich gibt es zudem interessante Abschreibungsmöglichkeiten für vermietete Immobilien durch die Kombination von degressiver AfA und Sonder-AfA. So lassen sich in den ersten vier Jahren rund 40 Prozent abschreiben – Spielraum, der wieder für neue Investitionen genutzt werden kann.
Bei all diesen Programmen und steuerlichen Vergünstigungen gilt jedoch ein Grundsatz:
Eine kompetente fachliche Beratung schützt vor Fehlentscheidungen und finanziellen Verlusten. Vertrauenswürdige Finanz- und Steuerexperten gibt es dafür genug.
Förderungen im Neubau morgen: Wohin entwickelt sich die Förderlandschaft?
Was heute noch richtig erscheint und von vielen „Bau-Experten“ für das einzig Wahre gehalten wird, muss morgen nicht mehr dem Zeitgeist entsprechen. „Weniger ist oft mehr“ – das könnte bedeuten, dass sich die Förderungen künftig auf zwei Säulen beschränken: Neubau und Modernisierung. Klingt zunächst gut. Doch der Versuch, in jede Säule noch Module mit unterschiedlichen Förderungen hineinzupressen, lässt vermuten, dass es – vorsichtig gesagt – „spannend bleibt“. Lassen wir uns 2027 überraschen.
Enttechnisierung statt Förderdschungel: Ein neuer Ansatz für den Neubau
Der Grundgedanke „weniger ist oft mehr“ bleibt bestehen. Unter Bau-Experten zeichnet sich eine neue Bewegung ab: Enttechnisierung – „so viel Technik wie nötig, so wenig wie möglich“. Konzentration auf die Gebäudehülle statt auf teure wassergeführte Heizungssysteme, hin zu einer hohen Energieautarkie.
Aus dem Geschosswohnungsbau und der Sanierung gibt es bereits kluge Lösungsansätze dafür. Wir übertragen diese nun auf Ein- und Zweifamilienhäuser, denn Kosteneinsparung, Langlebigkeit und ein hohes Maß an Autarkie sind unsere Ziele – und genau dafür sollte es auch Förderanreize geben.
Hinzu kommt die schnellste massive Außenwand, die im Rahmen der Rekarbonatisierung sogar CO₂ speichert, ohne dass dafür Unmengen an Bäumen zum Opfer fallen. Bäume bedeuten Leben, Bäume bedeuten Luft zum Atmen.
Ein kleiner Nachsatz sei mir noch zum Thema Förderung, Finanzierung und Festpreis gestattet:
Unser Festpreis von 24 Monaten ist in seiner konsequenten Umsetzung einmalig in der Branche und bietet Ihnen, neben möglichen Förderungen, zusätzlichen Schutz vor finanziellen Verlusten – ein Aspekt, den auch Ihre Finanzierer sehr zu schätzen wissen.

